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Licht

 

Licht ist physikalisch sowohl als materielles Teilchen nachweisbar als auch als materiellose Welle.

Es stellt die Verbindungsbrücke dieser beiden Welten dar.

Das Universum besteht aus Licht:

Blitz und Stein sind aus derselben Substanz geschaffen, doch von unterschiedlicher Beweglichkeit.

Der deutsche Forscher Fritz Albert Popp hat nachgewiesen, dass auch Menschen aus Biophotonen, also aus lebendigen Lichtteilchen, bestehen.

Lebensspender Sonne

 

Unser Organismus wird tagsüber durch das Sonnenlicht genährt und aktiviert, nachts regeneriert er sich und kann das Erlebte verarbeiten. 

Jeder Farbstrahl des Sonnenlichts bewirkt eine Aktivierung bestimmter Aspekte unseres Stoffwechsels, die abends und nachts wieder abklingt. Wir sind Teil dieses uralten, aus dem Zusammenspiel von Sonne und Erdrotation entstehenden Rhythmus, in dessen Balance wir leben.

Brechen wir aus diesem Rhythmus aus, so führt das unweigerlich zu einer Disharmonie von Körper, Geist und Seele. Man denke nur an die vielen Studien über die Auswirkungen von Nacht- bzw. Schichtarbeit. 

Mit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts begann man, künstliches Licht in den Städten flächendeckend einzusetzen, und nachts gar nicht mehr abzuschalten.  Parallel dazu haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, den Tag hinter Fensterscheiben zu verbringen, die unter anderem den ultravioletten Anteil des Sonnenlichts reduzieren. Auch der direkten Wärmebestrahlung durch die Sonne setzen wir uns viel kürzer aus.

Der Umgang mit unserem Lebensspender Sonne hat sich also in extrem kurzer Zeit radikal verändert, und die Wissenschaft ist beim Aufklären der Auswirkungen infolge ihrer Komplexität überfordert.

Was bedeutet das soeben Dargelegte nun für Menschen, die auf ihr Wohlergehen achten ?

Der Umgang mit Kunstlicht

 

Wir haben durch diese Abkehr von den natürlichen Vorgaben die Verantwortung für die Gestaltung unserer Lebensrhytmen und unsere "Nahrung aus Licht"  selbst übernommen, und es liegt an jedem Einzelnen, die individuell passende Antwort zu finden. Dabei erscheint es in jedem Fall ratsam, wieder vermehrt dem eigenen Empfinden zu trauen, und möglichst bewusst darauf zu achten, welches künstliche Licht uns in welcher Situation gut tut. 

Folgende Informationen stehen uns von der wissenschaftlichen Seite her zur Verfügung:

Weil handelsübliches künstliches Licht nie alle Anteile des Naturlichts enthält, bleibt unser Körper tagsüber oft in einer Art Dämmerzustand, er wird nicht richtig wach. In der Folge ist der nächtliche Schlaf dann weniger tief und erholsam.

Der Aufenthalt im Freien und die direkte Sonnenbestrahlung kann daher durch kein Kunstlicht ersetzt werden.

Das Licht von (Halogen)glühlampen, in etwas geringerem Maße auch das von LED Lampen, und bedingt auch das von (stark quecksilberhaltigen) Vollspektrumlampen kommt dem Naturlicht am nächsten: 

Das Licht der Halogen(glüh)lampen entspricht dem Licht des Sonnenuntergangs bzw. dem Abendrot und hat nicht zuletzt durch seine Wärmestrahlung (Infrarotanteil) eine deutlich entspannende Wirkung. Es stimuliert die Produktion des "Schlafhormons" Melatonin, der Körper bereitet sich aufs Schlafengehen vor.

Das Licht von LED Lampen erscheint meist warmtönig, es handelt sich aber systembedingt um kühle Blaulichtquellen, in denen ein Teil des Lichts gelb konvertiert wird.

Vollspektrumlampen hingegen strahlen klar im kühlen Bereich, und enthalten auch einen geringeren Rotanteil als die Sonne. Nur sie besitzen, ähnlich wie das Sonnenlicht, einen angemessenen Ultraviolettanteil. Dieser energiereichste Anteil des Naturlichts spielt eine Rolle für die Erfolge der Lichttherapie bei SAD (Seasonal Affective Disease = Winterdepression). Leider beziehen sie ihr Licht hauptsächlich aus dem hochgiftigen Leuchtstoff Quecksilber.

Im circadianen Rhythmus (biologischer 24 Stunden Rhythmus) entspricht das Vollspektrumlicht dem kühlen Licht des blauen Mittagshimmels und hat eine belebende, tonisierende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Es stimuliert die Produktion des "Wachhormons" Seratonin.

Auch all unsere Bildschirme sind dominierend Blaulichtstrahler.

Die kombinierte  Anwendung dieser beiden Lichtarten (warm und kalt) ermöglicht es uns, unsere Wach- und Ruherythmen bewusst zu gestalten. 

Hier sehen sie Fotos einer Energie-Erlebnisstation im Jugendgästehaus "Campus Futura" in Bleiburg, Kärnten.

Der Besucher kann die Lichtqualität unterschiedlicher Leuchtmittel selbst bewerten, indem er durch die am Schaukastenglas befestigten Spektroskope blickt, in denen das ausgestrahlte Licht optisch in seine Farbanteile zerlegt, wodurch man es mit unserem Naturlicht vergleichen kann. Fehlbereiche und Unregelmäßigkeiten im Spektrum deuten auf weniger "gesunde" Leuchtmittel hin.

Idee und Entwurf: LichtFarbVison in Kooperation mit Erich Wurzrainer

Ausführung: Wolfgang Axentowicz