Findedichblog

Leben ist in stetiger Veränderung - wieviel Gepäck trage ich mit?

 

Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass Gehen genussvoller ist, umso weniger Gepäck man zu tragen hat.

Aus dieser Erfahrung heraus beschäftigt sich ein ambitionierter Kreis weltweit und konkret mit der Entwicklung von Leichtgewichtsausrüstung ("backpacking ultralight"): Moderne Materialien und Bauweisen werden voll ausgereizt, sodass es mittlerweile möglich ist, ganze Gebirgszüge mitsamt Übernachtungsausrüstung im Rucksack zu durchqueren, ohne ins Schnaufen zu kommen.

Das erhöht die Lebensqualität, und fördert ein anregendes Geschicklichkeitsspiel rund um die Frage: "Was brauche ich wirklich?"

 

Die Wege, die wir gehen, können wir uns im Leben oft nicht bewusst aussuchen, aber was wir mittragen - oder eben nicht - schon eher.

 

Konsequent weitergedacht führt das zu folgenden Fragen:

1. Wohin will ich wirklich gehen, und was nehme ich mit, weil es mein Vorhaben unterstützt? Habe ich genug mit, dass ich es mir unterwegs gut gehen lassen kann?

2. Was an Mehrgewicht wäre nett, zumindest als Sicherheitspolster, würde mich aber im Weitergehen behindern? Die Grenze zur Absurdität ist erreicht, sobald ich mein Ziel wegen zuviel an träger Last nicht mehr erreichen kann.

3. Welches von jenen Hilfsmitteln, die den definierten Zweck erfüllen, belastet mich am geringsten?

4. Und mit wem reise ich? Wer kommt gerne mit, weil wir dasselbe Ziel haben, und nicht aus komplizierteren Erwägungen?

 

Nach einigen Wochen des Durchputzens und simpler Gestaltens bin ich jetzt wesentlich klarer und leichtgängiger unterwegs. Ich kann diese Vorgangsweise also nur empfehlen!

Letztendlich angeregt wurde dieser Beitrag durch Begegnungen mit Wildtieren wie den abgebildeten, die entspannt und ziemlich frei von Überlebensangst in der Natur überwintern.

Während ich meinen immer noch recht schweren Rucksack - befüllt mit möglichweise Überlebensnotwendigem - an ihnen vorbeischleppe.